Hier finden Sie Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Veranstaltungen:
- Philosophische Matinée - Das Sonntagsforum
- 120. Das Glück da zu sein
- 121. Lebensentwürfe mit und ohne Kindern
- 122. Partnerschaft - Vertrauen - Freundschaft
- 123. Der "engagierte Buddhismus"
- 124. Philosophieren mit Kindern
- Logosclub - Abende
- Philosophisches Café auf dem Göllesberg
- Benedikt XVI. in der Kritik - Ist der Professor auf dem Stuhl Petri politisch naiv?
- Heimatliebe und Patriotismus
- Freiheit - Hannah Arendt zum 100. Geburtstag
- Abendveranstaltungen in Reutlingen
- Vielfalt der Kulturen und Einheit der Vernunft
- Warum denn immer den Ohrfeigen nachlaufen? - Vom sympathischen Mut und über soziale Reife
- Kindermangel - eine Folge des Egoismus?
- Darf Abraham Isaak opfern? - Vom Problem des Ethischen im Religiösen
- Seminare
- 100 Jahre Hannah Arendt - Die Frau und das Werk
- Thomas von Aquin - Die Kunst des Gesprächs und des Lehrens
- Deutschland Deine Denker - Kurse Campus50plus
- Kant - der deutsche Sokrates; Immanuel Kant: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Hegel - der Weltgeist spricht schwäbisch; Georg Wilhelm Friedrich Hegel: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Heidegger - der Zauberer von Messkirch; Heidegger: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Seminare in der Familienbildungsstätte Waiblingen
- 100 Jahre Hannah Arendt (4 UE)
- Menschenbilder (4 UE)
- Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung leben lernen - Philosophie, Psychologie und Religion im Dienst für die Menschen (4 UE)
- Philosophiegeschichte kompakt- Über die wesentlichen Unterschiede antiker und neuzeitlicher Philosophie (8 UE)
- Kleine Schule des philosophischen Denkens - Eine Einführung in die Welt der Philosophie (8 UE)
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Philosophische Matinée - Das Sonntagsforum
- Wo: Dekanatshaus, Schulstr. 28, Reutlingen
- Beitrag: 10 € pro Termin
Die philosophische Matineé - Sonntagsforum möchte in der Form eines informierenden Vortrags und in einem größeren zeitlichen Rahmen für den Austausch Gespräche und Bildungserlebnisse ermöglichen, die den Menschen mit seinen Lebensfragen in den Mittelpunkt stellen. Die Begegnungen in Sachlichkeit entsprechen dem Anliegen: "Sachen klären - Menschen stärken". Im Anschluss an den Vormittag mit kleinem "zweiten Frühstück" besteht auch Gelegenheit, sich zum Mittagessen anzuschließen.
Übersicht der Veranstaltungen:
- 120. Philosophische Matinée: Das Glück da zu sein
- Wann: 24.09.2006, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Referent: Prof. Dr. Gernot Böhme (Darmstadt)
- Glücklich zu sein ist ein anerkanntes Ziel menschlichen Lebens. Doch kann man etwas dafür tun, glücklich zu sein? Etwa durch Erwerben von Glücksgütern: Reichtum, Freunde, Gesundheit? Oder ist es etwa so, dass einen das Glück trifft wie ein überraschender Regenschauer? Wenn jedoch das Glück, wie der Vortrag behauptet, darin besteht, da zu sein, warum sind wir dann nicht glücklicher? Es wird gezeigt, dass es einer besonderen Kunst bedarf, um das zu erfahren, was sich immer schon vollzieht: da sein, leben.
Professor Dr. Gernot Böhme ist ein hoch geschätzter Redner und Autor, z.B. der brillanten Einführung in die Philosophie mit dem Titel "Wissenschaft - Weltweisheit - Lebensform". In Darmstadt hat er eine Schule der Weisheit ins Leben gerufen, die der praktischen Philosophie Eingang in breite Kreise öffnen soll.
- 121. Philosophische Matinée: Lebensentwürfe mit und ohne Kinder
- Wann: 05.11.2006, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Referent: Thomas Gutknecht
- Umfragen zufolge ist Familie als gewünschte Lebensform die erste Wahl bei jungen Menschen. Dennoch erfüllt sich dieser Wunsch für immer weniger Menschen in anspruchsvollen Berufen. Oft scheint sich das aus den Lebensumständen irgendwie zu ergeben. Wie kommt es aber zu den entscheidenden Weichenstellungen? Es gibt ja viele Arten erfüllten Lebens. Wie sehen die Alternativen aus? Es sollen gesellschaftliche Gesichtspunkte und aktuelle Trends beleuchtet und es soll gefragt werden, welche Herausforderungen in den Alternativen gegeben sind und was alles auf dem Spiel stehen könnte.
- 122. Philosophische Matinée: Partnerschaft - Vertrauen - Freundschaft
- Wann: 17.12.2006, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Referent: Thomas Gutknecht
- Zu den klassischen Themen der persönlichen Lebensgestaltung gehört die Frage nach vertrauensvollen Beziehungen. Doch ist Vertrauen nicht allein auf den privaten Bereich beschränkt. Vertrauen und Zusammenarbeit sind auch in Gesellschaft, Wirtschaft und in der großen Politik gefragt. Wie aber findet man zum Vertrauen, wie baut man Freundschaften aus? Wie ist ein Weisheits-Transfer in die Welt der Ökonomie und Politik möglich? Dazu dienen die Überlegungen zur Lebenskunst in der Verbindung von persönlichem und gesellschaftlichem Lebensraum.
- 123. Philosophische Matinée: Der "engagierte Buddhismus"
- Wann: 14.01.2007, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Referentin: Barbara Lukoschek
- In der Ethik des "Engagierten Buddhismus" kommen verschiedene buddhistische Traditionen in einer übergreifenden Strömung des 20. Jahrhunderts überein, zu der unter anderem auch der derzeitige Dalai Lama gerechnet wird. Dieser Buddhismus ist für die modernen Menschen sehr attraktiv geworden und verbindet offenbar das Interesse an Spiritualität, die Bereitschaft zu sinnstiftendem Engagement ohne Bindung an Dogmen oder Institutionen. Barbara Lukoschek führt uns als Kennerin in Geschichte, Praxis und Theorie des heutigen Buddhismus ein.
- 124. Philosophische Matinée: Philosophieren mit Kindern
- Wann: 18.02.2007, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Referentin: Eva Zoller
- Wenn, wie Aristoteles gesagt hat, das Staunen am Anfang der Philosophie steht, dann scheinen die Kinder mit ihrer unbefangenen Neugier wie geschaffen dafür. Aus ihrer langen Erfahrung weiß die freiberufliche Philosophie- und Religionspädagogin Eva Zoller, dass Kinder philosophieren, wenngleich ohne die Begrifflichkeit der "Großen". Leider werden sie oft durch Belehrungen zum Schweigen gebracht. Wie es anders gehen kann, wenn ihre Fragen aufgegriffen werden, wenn sich daraus Gespräche entwickeln, wenn durch behutsame Begleitung und Anleitung ernsthafte philosophische Reflexion entsteht, kein Stoff für Fachunterricht, sondern eine nachdenkliche und vernünftige Haltung zur Welt, darüber berichtet die die Pionierin des der Kinderphilosophie in der Schweiz, Gründerin der Dokumentationsstelle "s Käuzli" für Kinder- und Alltagsphilosophie und Autorin mehrerer Bücher zur Sache sowie Wegbereiterin für Philosophieren im Unterricht von Kindergarten und Volksschule in der Schweiz
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Logosclub - Abende
- Wann: Donnerstags, 21.09.06 / 12.10.06 / 09.11.06 / 14.12.06 / 11.01.07 / 08.02.076, jeweils 19:45 - 22:00 Uhr
- Wo: Logosclub / Bildungswerk, Schulstr.28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht, Diplom Theologe und Prakt. Philosoph (IGPP)
- Beitrag: 8 € pro Termin (bzw. Jahresbeitrag bei Mitgliedschaft)
- Information und Anmeldung: Logosclub, Fon 07122/820528, Fax 07122/820527 oder www.praxis-logos.de
- Beim Logosclubabend treffen sich Mitglieder des Clubs - in Offenheit für alle Interessierten -, um im philosophischen Gespräch mehr Klarheit über Fragen des öffentlichen und persönlichen Lebens zu gewinnen. Gerne informieren wir über die aktuellen Themen. Da sich kurzfristig der Ort der Treffen auch einmal ändern kann, bitten wir um vorherige Anmeldung. Im Regelfall finden die Treffen - wie oben angegeben - im Dekanatshaus statt. Auf dem Plan stehen die Themen: Wissenschaft und Religion, Raffaels Gemälde "Die Schule von Athen" in Rom (Stanzen, Sala della Segnatura).
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Philosophisches Café auf dem Göllesberg
- Wo: Logos-Institut Haus auf dem Göllesberg, Fichtenweg 8, 72805 Lichtenstein
- Gastgeber: Thomas Gutknecht, Dipl. Theologe, Prakt. Philosoph (IGPP)
- Beitrag: 14 € pro Abend
Das philosophische Café verbindet das persönliche Zusammensein in schöner Runde mit einem philosophischen Gesprächsabend bei einem Glas Wein oder Saft, Gebäck und kleinen Leckereien. Am Beginn stehen Aussagen aus dem Werk und der Gedankenwelt des Philosophen oder Autors, der an diesem Abend im Mittelpunkt steht. In kleineren Gesprächsrunden werden Textpassagen oder Aussagen erörtert und durchdacht. Mehr und mehr entsteht aus den Beiträgen die geistige Welt des jeweiligen Autors, abgerundet durch Orientierungshilfen des Gastgebers.
Übersicht der Veranstaltungen:
- Benedikt XVI. in der Kritik - Ist der Professor auf dem Stuhl Petri politisch naiv?
Den Dialog gesucht und Zorn entfacht - Hintergründe und Überlegungen zur päpstlichen Vorlesung in Regensburg mit ihren unerwarteten(?) politischen Folgen.
- Wann: Freitag 22.09.2006, 19:30 Uhr - 22:30 Uhr
- Von der Vernunft, sagt der Philosoph Karl Jaspers, darf man hoffen, sie sei das einende Band, das Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenfinden lässt. Nach der Rede Benedikts XVI. zeigt sich, wie gerade ein Vernunftanspruch Kulturen trennen kann und dass jedenfalls der Dialog an Ansprüchen scheitern könnte, die wohlmeinend als Voraussetzung eines Dialogs angemahnt werden. Der Zusammenhang von Logos und Dialog ist strittig. Die durch den Glauben gereinigte Vernunft, die die Vernunft Gottes sei, wird denen entgegengehalten, die aus religiöser Ehrfurcht jede Umschreibung Gottes unterlassen. Der Hinweis auf Gottes Antlitz, also auf den Mensch gewordenen Logos (=Wort, Vernunft, Sinn) begegnet dem Hinweis auf die unüberbrückbare Transzendenz des göttlichen Wesens. Benedikt XVI. ist besorgt wegen der Rede vom "ganz anderen Gott" bei Muslimen (wie auch bei Protestanten!), denn das sei kein geeigneter Boden, auf dem die Friedlosigkeit überwunden und ein wirklicher (vernunftgemäßer) Dialog geführt werden könne. Die kritisierten Theologen (gerade auch "Freunde lutherischer Traditionen"), manche Philosophen und zumal gebildete Muslime treten für die unzugängliche Gottheit Gottes ein und sind besorgt, dass der "Glanz der Wahrheit" zu einem "Terror der Wahrheit" führen könnte. Wo ist Wahrheit? Befeuert vermeintliche "römisch-katholische Ideologie" bloß die gewaltbereiten Islamisten oder ist die unterstellte religionsmüde "Toleranz" im alternden Europa das Grab des Christentums und der Anfang vom Ende der Zukunft der Menschheit?
- Heimatliebe und Patriotismus
- Wann: Freitag 10.11.2006, 19:30 Uhr - 22:30 Uhr
- Noch vor kurzer Zeit stand der Patriotismus nicht hoch im Kurs - jedenfalls nicht mehr bei den "Anständigen", die sich von der Geschichte hatten belehren lassen. Dann kamen die Gäste mit ihrer unbekümmerten Vaterlandsliebe zur Fußball-WM und plötzlich zeigten nicht nur Fans "Flagge". Nun war wieder die Rede davon, dass die Deutschen ein ganz besonders zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Nation hätten und dass man wachsam sein müsse. Zugleich veranlassen Globalisierung, Modernität und Mobilität offenbar im Gegenzug die Suche nach Heimatlichem, nach Verwurzelung, nach Beruhigung. Zur Klärung der eigenen Gedanken bezüglich des Begriffs Heimat und zum Austausch über Sinn und Unsinn patriotischer Ideale und Gebärden, schließlich auch zur Besinnung auf das, was dem Menschen überhaupt "Heimat" bedeuten könnte, wird zum Gespräch geladen.
- Freiheit - Hannah Arendt zum 100. Geburtstag
- Wann: Freitag 08.12.2006, 19:30 Uhr - 22:30 Uhr
- 2006 jährt sich Hannah Arendts Geburtstag zum 100. Mal - ein schöner Anlass, diese große Persönlichkeit vorzustellen, die sich selber nicht - wie oft genug von anderen getan - unter die Philosophen einreihen lassen wollte, aber unbestritten eine zukunftsweisende Denkerin mit klarem Urteil war. Ihre Leidenschaft galt dem "Verstehen". Dass sie mit "den Philosophen" nichts zu tun haben wollte, erklärt sich aus ihrem Verständnis von Freiheit, ihren Erfahrungen mit Intellektuellen in den Dreißiger Jahren und mit dem Mangel an Politikverständnis der philosophischen Zunft. Sie selbst versteht ihre Arbeit als Beitrag zum Verständnis von Politik, deren Sinn die Freiheit ist. Hannah Arendt wird an diesem Abend auch als Persönlichkeit mit einem Filmausschnitt und Redebeitrag vorgestellt werden.
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Abendveranstaltungen in Reutlingen
Übersicht der Veranstaltungen:
- Vielfalt der Kulturen und Einheit der Vernunft
- Wann: Dienstag, 26.09.2006, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Wo: Bildungswerk, Schulstr.28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 6 €
- Anmeldung: ans Bildungswerk (07121-1448420)
- Die Pluralität des Menschseins in den unterschiedlichsten Kulturen und Formen der Zivilisation steht in unterschiedlichen Verhältnissen zur Idee der Einheit der Vernunft. Gibt es eine solche Einheit überhaupt? Welche Rolle spielt Vernunft in den verschiedenen Kulturen. Gibt es die Möglichkeit interkultureller Philosophie? Und was bedeutet Kultur? Ein Witz sagt: Zivilisation? Ein Bad besitzen. Kultur? Sich waschen... Wird die westliche Zivilisation womöglich deshalb so beargwöhnt, weil es hier ein Übergewicht der Mittel, aber ein Defizit an Würde gibt?
- Warum denn immer den Ohrfeigen nachlaufen? - Vom sympathischen Mut und über soziale Reife
- Wann: Dienstag, 14.11.2006, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Wo: Bildungswerk, Schulstr.28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 6 €
- Anmeldung: ans Bildungswerk (07121-1448420)
- Menschliche Reife hat auch mit der Fähigkeit zu tun, Wollen, Wünschen und eigenes Streben mit der äußeren Wirklichkeit und den Gegebenheiten zu verbinden, mit anderen und ihrem Willen umgehen zu können und im Konflikt von Lust- und Realitätsprinzip (Freud) vernünftige Lösungen zu finden. Vor allem Alfred Adler und in seiner Spur die Individualpsychologie vertritt ein sinnvolles Konzept von Menschseinsbildung in Verbindung mit psychologischen Einsichten. Deshalb soll in einem Überblick und mit Querverweisen zu Freud, Jung und Frankl Alfred Adlers im Wortsinn sym-pathisches Denken vorgestellt werden. Denn es muss nicht sein, dass wir uns so oft selbst und einander im Weg stehen.
- Kindermangel - eine Folge des Egoismus?
- Wann: Dienstag, 12.12.2006, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Wo: Bildungswerk, Schulstr.28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 6 €
- Anmeldung: ans Bildungswerk (07121-1448420)
- Umfragen zufolge ist Familie als gewünschte Lebensform die erste Wahl bei jungen Menschen. Dennoch erfüllt sich dieser Wunsch für immer weniger Menschen in anspruchsvollen Berufen. Oft scheint sich das aus den Lebensumständen irgendwie zu ergeben. Ist hier bloß Egoismus im Spiel. Oder ist der Ruf nach mehr Kindern - zumal im Blick auf die Altersversorgung - Inbegriff einer egoistischen Denkweise. Das Gegenteil der für Kinder offenen Zweisamkeit muss nicht Einsamkeit, sondern kann auch "Allsamkeit" sein, wie man jene Dienstbereitschaft nennen könnte, für alle möglichen Aufgaben frei zu sein. Gerade in der Katholischen Kirche gibt es viele Zölibatäre, Ordensleute, Kinderlose "um Gottes willen". Ist das ein sinnvolles Modell? Oder hat Hegel Recht mit der Bemerkung, zölibatär leben sei weniger gegen die Natur als gegen die Moral gerichtet. Ist "Kinderarmut" ein Zeichen der Zeit? Und was könnte es besagen?
- Darf Abraham Isaak opfern? - Vom Problem des Ethischen im Religiösen
- Wann: Dienstag, 09.01.2007, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Wo: Bildungswerk, Schulstr.28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 6 €
- Anmeldung: ans Bildungswerk (07121-1448420)
- Dem berühmten dänischen Denker Kierkegaard zufolge verbindet die Ethik die Menschen, während der Glaube nicht dazu taugt, sie zu vereinen, vielmehr den Einzelnen in die Einsamkeit vor seinen Gott stellt. Und auch die bisherige Geschichte der religiösen Gemeinschaften mit ihrem Absolutheitsanspruch scheint eher Krieg als Frieden zu verheißen Ist Religion in der Lage und fähig, Gemeinschaftsprojekte, ein Weltethos zu stiften, so wie es beispielsweise Hans Küng vorschlägt? Welche Ethik entspricht welchem religiösen Bewusstsein und wie verhält sich denn das Ethische zum Religiösen, Religion zur Ethik?
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Seminare
Übersicht der Veranstaltungen:
- 100 Jahre Hannah Arendt - Die Frau und das Werk
- Wann: Donnerstag 5. Oktober bis Sonntag 8. Oktober 2006
- Wo: voraussichtlich Schulstraße 28 Reutlingen
- Referenten: Dr. Heidemarie Benent-Vahle und Thomas Gutknecht
- Beitrag: Seminarkosten ohne Übernachtung 170 €; Seminarkosten mit Übernachtung (DZ/EZ): 360/390 € [Die Seminarkosten enthalten alle Seminarunterlagen (Reader und digitale Quellen)]
- Anmeldung: baldmöglichst an das Logos-Institut (07122-820528) - Bitte Sonderprospekt anfordern
- 2006 jährt sich Hannah Arendts Geburtstag zum 100. Mal - ein schöner Anlass, diese große Persönlichkeit vorzustellen, die sich selber nicht - wie oft genug von anderen getan - unter die Philosophen einreihen lassen wollte, aber unbestritten eine zukunftsweisende Denkerin mit klarem Urteil war. Ihre Leidenschaft galt dem "Verstehen". Dass sie mit "den Philosophen" nichts zu tun haben wollte, erklärt sich aus ihrem Verständnis von Freiheit, ihren Erfahrungen mit Intellektuellen in den dreißiger Jahren und mit dem Mangel an Politikverständnis der philosophischen Zunft.
Sie selbst versteht ihre Arbeit als Beitrag zum Verständnis von Politik, nicht als "politische Philosophie". Provozierend formuliert Hannah Arendt: "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht. " Einer der inhaltlichen Schwerpunkte des Seminars liegt auf dem Verhältnis von Wahrheit und Macht, Denken und Handeln, Theorie und Politik. Dabei wird Hannah Arendt auch als Persönlichkeit mit Filmbeiträgen und Redemitschnitten vorgestellt werden.
Seminarleitung: Heidemarie Bennent-Vahle (*1954) ist Philosophin aus Henri Chapelle (Belgien), betreibt dort eine Philosophische Praxis, ist Mitglied des Vorstands der IGPP, Dozentin am Euro-Kolleg Aachen und Autorin, u. a. Herausgeberin eines Standardwerks zur Feministischen Philosophie. Sie leitet das Seminar gemeinsam mit Thomas Gutknecht (*1953). Er "praktiziert" als Philosoph seit zwei Jahrzehnten in der Erwachsenenbildung und Beratung, leitet seit 15 Jahren das Logos-Institut (Reutlingen / Stuttgart) und unterrichtet an Hochschulen und Fachakademien. Er ist Präsident der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis.
Die Seminarthemen: Freiheit als Sinn der Politik und Freiheit als Kontingenz. Das geistige Leben als Denken, Wollen und Urteilen, der Mensch als "Anfang" und Menschsein in Verbundenheit, die Fähigkeit zu versprechen und zu bereuen (Begriffe des Handelns, der Geschichte, der Freiheit). Die Person Hannah Arendts und Weggefährten, besonders Jaspers und Heidegger. Hannah Arendt als Zeitzeugin (Eichmann-Prozess) und die Enthüllung des Totalitären.
Seminarbeginn: Donnerstag, 5. Oktober um 14 Uhr
Seminarschluss: Sonntag, 8. Oktober gegen 13 Uhr
Unterkunft: im Doppelzimmer oder im Einzelzimmer in Reutlingen, mit Frühstück
Gruppengröße: maximal 16 Personen
Anreise: individuell
Die Seminarkosten enthalten alle Seminarunterlagen (umfangreicher Reader und digitale Medien)
- Thomas von Aquin - Die Kunst des Gesprächs und des Lehrens
- Wann: Freitag 23. Februar bis Sonntag 25. Februar 2007
- Wo: voraussichtlich Schulstraße 28 Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: Seminarkosten ohne Übernachtung 120 €; Seminarkosten mit Übernachtung (DZ/EZ): 260/290 € [Die Seminarkosten enthalten alle Seminarunterlagen (Reader und digitale Quellen)]
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
-
Der große Theologe und Philosoph, "engelgleicher" Lehrer genannt wegen seines lichtvollen und klaren Denkens, ist davon ausgegangen, dass die Wahrheit nicht gebunden ist an Autoritäten, sondern ihre Kraft durch sich selber unter Beweis stellt. Wo sie geschieht und ausgesagt wird, ist der Geist am Werk. So hat Thomas einst nicht nur das religiöse Denken erneuert. Was es bedeutet, im Geist des Thomas zu denken, soll im Rückgriff auf seine Denkungsart deutlich werden. Dazu gehört die Vergegenwärtigung seiner Disputierkunst im Dienst der Wahrheitssuche. Die Streitkultur des Mittelalters (disputatio) ist unerreicht. Ein weiteres Thema: das Lehren als Tätigkeit, die es dem anderen ermöglicht, vollziehendes Subjekt von Erkenntnis zu werden und auf diesem Wege zugleich Selbsterkenntnis zu erlangen. Lernen ermöglichen heißt, die geistige Eigenaktivität des Lernenden zu erreichen, die ihm das Lernen ermöglicht. Dieser Ansatz ist höchst aktuell: Lehre ist nur dann erfolgreich und sinnvoll, wenn sie den Lernenden dazu motiviert, aus eigenem Interesse lernen zu wollen.
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Deutschland Deine Denker - Kurse Campus50plus
Übersicht der Veranstaltungen:
- Kant - der deutsche Sokrates; Immanuel Kant: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Wann: Donnerstag 09.11.2006, 09.00 - 10.30 Uhr und Donnerstag 16.11.2006, 11.00 - 12.30 Uhr
-
Kants Name wird mit der Aufklärung in Verbindung gebracht. "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen". Nicht denken lassen, sondern selber denken, so seine Maxime.
Nun ist die Aufklärung ihrerseits in Misskredit geraten als kopflastige, ja einseitige Verstandeskultur. Kants Universalismus wird beargwöhnt. Ein kategorischer Imperativ passt nicht zu unserem relativistischen Zeitgeist.
Ist Kants Philosophie "erledigt"? Alles andere als das. Das Projekt Aufklärung ist noch unvollendet. Weltethos und Weltfriede sind ohne Orientierung an dem allen Menschen gemeinsamen Vernunftvermögen nicht zu gewinnen. Seine Denkart wird immer wichtiger.
Neben einer Einführung in sein Denken und sein Werk soll auch die liebenswerte Persönlichkeit Kant vorgestellt werden: ein bewundernswert toleranter, offener, mutiger und zugleich strenger Geist.
- Hegel - der Weltgeist spricht schwäbisch; Georg Wilhelm Friedrich Hegel: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Wann: Donnerstag 30.11.2006, 09.00 - 10.30 Uhr und Donnerstag 07.12.2006, 11.00 - 12.30 Uhr
-
Einheimische Prominenz - etwa Manfred Rommel - liebt den größten Sohn Schwabens, der später in Berlin auf dem Gipfel seines Ruhmes anlangte. Hegel-Kenntnisse sollten aber ein "Muss" auch über Stuttgart hinaus sein.
Hegel war der letzte Denker, der der Vernunft zugetraut hatte, Einsicht zu gewinnen in das, was die Welt im Innersten zusammen hält.
Im Gedicht Die Philosophenwelt in Versen vorgestellt heißt es:
"Nimmst Hegel du bei seinem Wort,
geht die Geschichte nicht mehr fort,
denn alles, was zu denken war,
macht sein System dir offenbar."
Dass in der Folge sowohl die politische Linke wie die Konservativen sich auf ihn berufen haben, zeigt auch, wie umfassend er zu denken vermochte. Er war einer jener großen Männer, über die er selber sagte, sie verdammten die Menschen dazu, sie zu erklären.
In diesem zweiten Trilogieteil wird ein Versuch in Sachen Hegel angeboten.
- Heidegger - der Zauberer von Messkirch; Heidegger: 4 Doppelstunden (2x2 Doppelstunden)
- Wann: Donnerstag 14.12.2006, 09.00 - 10.30 Uhr und Donnerstag 21.12.2006, 11.00 - 12.30 Uhr
-
Nach Heidegger ist das heute verbreitete Denken davon geprägt, dass wir uns am Seienden, am Vordergründigen orientieren.
Zugleich ist dies Ausdruck einer fatalen Strategie der Angstbewältigung. Das so gebundene Denken rechnet, plant, kalkuliert und überlegt, um überlegen zu sein. Es will herrschen. Das rechnende Denken ist fast allgegenwärtig, während es am besinnlichen Denken überall fehlt.
In diesem Zusammenhang sagt Heidegger, das Bedenklichste in unserer Zeit sei, dass wir noch nicht dächten. Was aber soll man von ihm selber denken, jenem Philosophen, der sich so furchtbar irren konnte, als er den Nationalsozialismus begrüßte.
Er hat uns viel zu sagen - aber wollen wir uns darauf besinnen? Was ist zu lernen, nicht nur von ihm, sondern auch an ihm?
Sprengstoff für jeden Philosophiefreund!
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Seminare in der Familienbildungsstätte Waiblingen
Übersicht der Veranstaltungen:
- 100 Jahre Hannah Arendt
- Wann: Mittwoch, 04.10.2006, 18.30 - 21.30 ("Langer Abend", 4 UE)
- Wo: FBS Waiblingen, Karlstraße 10 Raum 13
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 14 €
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
-
Am 14. Oktober 2006 jährt sich Hannah Arendts Geburtstag zum 100. Mal ein schöner Anlass, diese große Persönlichkeit vorzustellen, die sich selber nicht - wie oft genug von anderen getan - unter die Philosophen einreihen lassen wollte, aber unbestritten eine zukunftsweisende Denkerin mit klarem Urteil war. Sie selbst versteht ihre Arbeit als Beitrag zum Verständnis von Politik, nicht als "politische Philosophie". Provozierend formuliert Hannah Arendt: "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht". Einer der inhaltlichen Schwerpunkte des Abends liegt beim Verhältnis von Wahrheit und Macht, Denken und Handeln, Theorie und Politik. Dabei wird Hannah Arendt auch als Persönlichkeit mit Filmbeiträgen und Redemitschnitten vorgestellt werden.
- Menschenbilder
- Wann: Dienstag, 21.11.2006, 18.30 - 21.30 ("Langer Abend", 4 UE)
- Wo: FBS Waiblingen, Karlstraße Gebäude 20/1
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 14 €
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
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Der Umgang mit sich selbst und anderen Menschen hängt, ob reflektiert und bedacht oder nicht, auch von dem Bild vom Menschen ab. Es macht einen großen Unterschied, ob wir es teilen oder ob wir uns dabei in gänzlich verschiedenen Horizonten beheimatet haben. Es ist nicht nur ein spekulatives Interesse, das uns an unserer "Natur" interessiert sein lässt, sondern es ist eine ganz praktische Frage, was der Mensch ist: für die Psychologie (Therapie, Beratung) und Pädagogik (Erziehung) nicht weniger als für die Politik oder auch Medizin, sowohl unmittelbar wie indirekt. Wie kommen Menschenbilder zustande? Wie gewinnt man Abstand zu Selbstverständlichkeiten, auf denen der Alltag beruht und die womöglich doch eher am Leben hindern? Wer kennt den Menschen "besser": die Psychologen, die Theologen, die Philosophen? Der Abend gibt einen Einblick in die grundlegenden Fragestellungen und Differenzen.
- Philosophiegeschichte kompakt - Über die wesentlichen Unterschiede antiker und neuzeitlicher Philosophie
- Wann: Samstag, 25.11.2006, 12.30 - 18.30 Uhr (8 UE)
- Wo: FBS Waiblingen, Karlstraße 10 Raum 13
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 34 €
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
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Der Unterschied von antikem und neuzeitlichem Philosophieren besteht nicht zuerst in den jeweils gegebenen Antworten, sondern in den Fragestellungen, im Unterschied der Perspektiven und Horizonte. Diese Differenzen wahrzunehmen macht uns erst klar, in welcher Welt und Wirklichkeit wir heute eigentlich leben. Gleichsam wie im Vorübergehen gibt es beim Seminar eine Fülle von Einblicken und Informationen in die "Ergebnisse" der philosophischen Arbeit. Doch im Mittelpunkt des Interesses steht die Geschichte der Wechselbeziehung von Denken und Leben und die Frage, in welcher Weise Philosophieren Einfluss auf die Lebensform nehmen konnte und kann.
- Kleine Schule des philosophischen Denkens - Eine Einführung in die Welt der Philosophie
- Wann: Samstag, 20.01.2007, 12.30 - 18.30 Uhr (8 UE)
- Wo: FBS Waiblingen, Karlstraße 10 Raum 13
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 34 €
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
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Karl Jaspers, einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, hat in 13 Vorlesungen die Welt des philosophischen Denkens entfaltet. Die Quintessenz seiner Vorträge bildet die Grundlage für den Seminartag. Ausgehend von alltäglichen Erfahrungen gelangen wir an Grenzen, wo die Fragen auftreten, die keine Wissenschaft mehr beantwortet - Fragen etwa nach dem Sinn und der Aufgabe unseres Daseins.
"Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene" (Carl Hilty) -
Nachdenkliche Bemerkungen zum Zusammenhang von Bildung, Denken und Leben.
Dass Bildung weit mehr ist als Gelehrsamkeit und Bücherwissen, versteht sich wohl von selbst. Schnell scheiden sich die Geister aber, wenn es darum geht, das "Wesen" von Bildung zu bestimmen. Und schließlich kommt man auch nicht darum herum, Inhalte zu nennen. Philosophen tragen seit langem zu solchen Bestimmungen bei, etwa wenn es heißt: Gebildet ist nicht, wer nur seine Interessen durchzusetzen gelernt hat, sondern sich für etwas interessiert, was nicht bloß mit seiner Bedürfnisstruktur zu tun hat, sich interessieren gelernt hat für das, was "die Welt" ist. Bildung erleichtert nicht das Leben, aber bereichert es. Ihre Wurzeln sind, wie Aristoteles sagt, bitter, aber ihre Früchte süß. Wer nun, so die Frage, ist ein gebildeter Mensch? Worin besteht gebildet sein? Was gehört zur Bildung? Welche Bedeutung kommt dabei dem Denken und der Aufmerksamkeit zu? Darauf soll das Augenmerk gerichtet werden.
- Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung leben lernen - Philosophie, Psychologie und Religion im Dienst für die Menschen
- Wann: Dienstag, 30.01.2007, 18.30 - 21.30 ("Langer Abend", 4 UE)
- Wo: FBS Waiblingen, Karlstraße
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 14 €
- Anmeldung: ans Logos-Institut (07122-820528)
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In Deutschland gibt es eine Diskussion darüber, weshalb viele Menschen stets jammern, immer auf der Suche nach dem berüchtigten Haar in der Suppe sind oder sorgenvoll auf das anscheinend halb leere Glas starren. Geht es den meisten Menschen nicht gut? Fehlt ihnen das Zutrauen ins Leben? Kann man das lernen? Welche Antworten geben darauf die "Menschenwissenschaftler", vor allem die, die als Philosophen, Psychologen und Theologen in Praxisfeldern des Helfens und Unterstützens tätig sind.
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