Hier finden Sie Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Veranstaltungen:
- Das Sonntagsforum
- Autorität
- Christliche Ikonografie und private Mythen in der Malerei des 20. Jahrhunderts
- Boten des unsichtbaren Lichts
- Meister Eckhart - Mystik als Lebenskunst
- Das Philosophische Café
- Authentisch sein?
- Gute Unterhaltung
- Anders denken - Experimente für unbefangene Geister
- Logosclubabende
- Der letzte Mensch bei Nietzsche
- Leben lernen. Einführung in das gleichnamige Buch von Luc Ferry
- Wirklichkeitsverständnis, Ethik und Weisheit in der Antike
- Wirklichkeitsverständnis, Freiheits- und Heilslehre im christlichen Denken
- Wissen - Sollen - Hoffen: Humanismus und neuzeitlichen Denken
- Postmoderne und zeitgenössische Philosophie
- Philosophische Abende
- Erich-Fromm-Trilogie I: Die Kunst des Liebens
- Erich-Fromm-Trilogie II: Haben oder Sein
- Erich-Fromm-Trilogie III: Religiös leben nach Erich Fromms Humanismus
- Philosophischer Sonnabend
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Das Sonntagsforum
Übersicht der Veranstaltungen:
- Autorität
- Termin: Sonntag, 28.02.2010, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 12 € pro Termin (inkl. kulinarischer Stärkung)
- Menschen sind gerade in unübersichtlichen Zeiten auf Autorität verwiesen. Macht zu verdammen und die Weigerung, Autorität zu sein und Autorität anzuerkennen verschärfen die Gefahren dieser Zeit. Es braucht Mut, etwa zur Erziehung, zu einem neuen Verständnis von Führung, zu einer wahrhaft politischen Kultur! Autoritäten werden gesucht, weil sie Geborgenheit, Stabilität und Orientierung geben; aber auch gefürchtet, weil Machtmissbrauch immer möglich ist, Freiheitsdrang mit ihr zu kämpfen hat und Vertrauen oft genug auf Verrat trifft. Autorität hat etwas zu bieten (und muss dann nichts verbieten), sie will das Vermögen derer mehren, die sich ihr anvertrauen. Das hat durchaus mit Macht zu tun - Macht hat sprachlich seine Herkunft in "mögen", nicht in "machen". Macht hat die Form der Freiheit (die niemals "herrscht"), und hat nichts mit Gewalt zu tun, wie manche meinen. Macht kommt ohne Gewalttätigkeit aus - dagegen entspringt der Ohnmacht Gewalt. Jedenfalls: Das Geschehen der Macht erschöpft sich nicht in dem Versuch, Widerstand zu brechen oder Gehorsam zu erzwingen. Autorität will vielmehr zum Eigenen befreien. Ein Plädoyer für recht verstandene Autorität und Autoritäten (Vorbilder).
- Christliche Ikonografie und private Mythen in der Malerei des 20. Jahrhunderts
- Termin: Sonntag, 21.03.2010, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Referent: Professor Ulrich Hamm
- Beitrag: 12 € pro Termin (inkl. kulinarischer Stärkung)
- Wir haben uns daran gewöhnt, die Avantgarde der Kunst des 20. Jh. unabhängig von allen Begriffen des Religiösen, des Heiligen, des Numinosen zu begreifen und dem Künstler der Moderne höchstens zu konzedieren, dass für ihn seine Hingabe an die Kunst quasi religiöse Züge hat, dass die Kunstausübung ihm zu einer Art Ersatzreligion geworden ist. In diesem Vortrag soll aufgezeigt werden, dass nicht nur unterschwellig, sondern oft sehr deutlich christliche Themen für Künstler der Moderne eine Rolle spielten und in manchen Tendenzen heute noch spielen.
Viele Werke der Kunst des 20. Jahrhunderts entstanden aus Auflehnung und Anklage, aus dem Geist des Widerspruchs und Widerstandes. Zu fragen wäre dabei, wie oft ein solcher Protest sich christlicher Ikonografie bediente und ob solche Arbeiten nicht zugleich auch motiviert wurden durch christliches Erbarmen mit dem Nächsten. Im Bild des verfolgten, leidenden Menschensohns erkannten Künstler oft sich selbst und solidarisierten sich mit ihm.
- Boten des unsichtbaren Lichts - Der Wandlungsweg des Menschen im Spiegel der Farben
- Termin: Sonntag, 18.04.2010, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Referent: Klaus Hälbig
- Beitrag: 12 € pro Termin (inkl. kulinarischer Stärkung)
- Zur ursprünglich farbenfrischen und -frohen Welt der Schöpfung, in der der Mensch immer auch 'Farbe bekennen' muss, gehören Farben als wahrnehmungspsychologische Phänomene wesentlich dazu. Sie haben nicht nur einen Kommunikations- und Signalcharakter, sondern bringen auch das innere, unsichtbare Wesen der Dinge zur Erscheinung. Kein Bild und keine Feier der Liturgie kommen ohne Farben aus. Israel wird auf seinem Wandlungsweg vom 'roten' zum 'grünen' Menschen und zum 'grünen', wahrhaft fruchtbringenden Baum des Lebens durch das 'Rote Meer' geführt, in dem der 'rote' Mensch, der aus der 'roten' Erde gemachte 'alte' Adam, sterben muss. Die Farben stellen so "den Weg des Menschen dar" (F. Weinreb).
- Meister Eckhart - Mystik als Lebenskunst
- Termin: Sonntag, 20.06.2010, 10:00 bis 12:30 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Referent/in: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 12 € pro Termin (inkl. kulinarischer Stärkung)
- Meister Eckhart wird eine besondere Intensität des Denkens bescheinigt. Dieses Denken richtet sich, wie er selbst sagt, auf "Neues und Ungewöhnliches" im Bewusstsein der großen Traditionen in der Antike, im Christentum, im Judentum und im Islam. Dennoch ist sein Denken, sind seine Gedanken kaum bekannt. Vielen gilt er allein ein Mystiker. Aber er ist vor allem auch ein großer Seelsorger und Kenner des Lebens. In einem Gebet Eckharts heißt es: "Denn Du hast mich über alle Kreatur erhoben und ... Dir nichts gleicher gemacht als den Menschen gemäß seiner Seele. Darum lehre mich, mich so zu verhalten, dass ich niemals ohne Dich bin... Du hast Dir selbst die Seele wesenhaft zu eigen gemacht und gleich gemacht, darum behüte sie, dass in ihr nichts eine Stätte finden möge, als Du allein." Das ist Seelsorge und Lebenslehre, Lehre vom Menschen und tiefsinnige Philosophie in einem. Gelehrt und gotttrunken, in der Tat weltzugewandt und zugleich gelassen, so begegnet Meister Eckhart auch in seinen Werken. Ein willkommener Hinweis auf diesen Denker aus Anlass seines 750. Geburtstages.
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Das Philosophische Café
Das philosophische Café verbindet das persönliche Zusammensein in schöner Runde mit einem philosophischen Gesprächsabend bei einem Glas Wein oder Saft, Gebäck und kleinen Leckereien. Am Beginn stehen Aussagen aus dem Werk und der Gedankenwelt eines Philosophen oder knappe Einführungen des Gastgebers ins Thema. Viel Raum soll aber auch der Austausch der Gäste einnehmen.
Übersicht der Veranstaltungen:
- Authentisch sein?
- Gastgeber und Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Termin: Freitag, 26.03.2010, 19:30 bis ca. 22:30 Uhr
- Beitrag: 15 €
- Bei der Vorstellung des Wirtschaftsratgebers "Mythos Authentizität" zitiert die Rezensentin den Dichter Oscar Wilde mit dem bissigen Bonmot: "Natürlichkeit ist die schwierigste Pose, die man einnehmen kann." Überall wird gefordert, man solle doch authentisch sein. Gleichzeitig fragt der Bestsellerautor Precht: "Wer bin ich und wenn ja wie viele?" Die Umstände für Authentizität waren noch nie so schlecht; und vielleicht ist deshalb der Wunsch nach dieser für so sympathisch gehaltenen Eigenschaft so groß. Wir leben in einer "theatralischen" Gesellschaft, die dem Schein huldigt und erwartet, dass man seine Rollen gut spiele und sich eindeutig darin zeige. Ist Authentizität nun auch so eine Rolle? Kann man das "Natürlichsein" spielen oder "machen"? Wie geschehen Selbstinszenierungen? Was ist Authentizität - Aufrichtigkeit, Unverstelltheit, Natürlichkeit? Wie aber ist sie überhaupt möglich? Ein philosophisch-psychologischer "Knoten"...
- Gute Unterhaltung
- Gastgeber und Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Termin: Freitag, 07.05.2010, 19:30 bis ca. 22:30 Uhr
- Beitrag: 15 €
- Schillers 250. Geburtstag hat viele Themen ins Blickfeld der Öffentlichkeit gebracht. Eine der weniger behandelten Geschichten: Schillers Theorie von guter Unterhaltung. Wir finden sie in dem Text "Über den Gebrauch des Chors in der Tragödie". Dort heißt unter anderem: "Es ist nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, dass das Publikum die Kunst herabzieht; der Künstler zieht das Publikum herab, und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler gefallen. Das Publikum - ... Zu dem Höchsten bringt es eine Fähigkeit mit; es erfreut sich an dem Verständigen und Rechten, und wenn es damit angefangen hat sich mit dem Schlechten zu begnügen, so wird es zuverlässig damit aufhören das Vortreffliche zu fordern, wenn man es ihm erst gegeben hat." An den Leuten liegt es nicht - woher kommt es dann, dass Zote Quote bringt und dass gute Unterhaltung selten ist? Was allerdings gute Unterhaltung wirklich ist, scheint auch nicht so klar zu sein, trotz Schillers klarem Wort.
- Anders denken - Experimente für unbefangene Geister
- Gastgeber und Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
- Termin: Freitag, 02.07.2010, 19:30 bis ca. 22:30 Uhr
- Beitrag: 15 €
- Querdenker gibt es schon seit langem. Nun braucht es aber dringend auch noch "Andersdenker". Hier helfen nicht Protest, Widerspruch oder Ungehorsam, sondern Weisheit und die Fähigkeit, sich auf ganz andersartige Rationalitätsformen einzulassen, etwa auf Träume und symbolische Denkweisen, auf analoges Denken und das Denken in Bildern, auf eine zyklische Rationalität im Unterschied zur einlinigen Logik des Entweder-Oder. Tucholsky bemerkte einmal, wir sprächen die Sprache der "Etwas-Leute" (kategorial, begrifflich), die "Loch-Leute" hätten ihre eigene (wonach Löcher nicht nichts sind). "Ungereimtheiten wie die Doppelnatur von Licht und Materie, surrealistische Bilder von René Magritte, seltsame Geschichten von tief(en)begabten wunderlichen Denkern, Erzählungen wie die bereits erwähnte von Tucholsky über die "Psychologie und Soziologie der Löcher" können und sollen Verwirrung stiften, um das Denken zu "probieren", um anders denken zu lernen. Schließlich ist das Andere nur von mir her das Andere. Sonst bins eher ich...
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Logosclubabende
Bei den offenen Logosclubabenden für alle Interessierten geht es im Gespräch um mehr Klarheit in Fragen des öffentlichen und persönlichen Lebens. Auf dem Plan steht im Herbst und Winter das Menschenbild bzw. verschiedene Menschenbilder, beispielhaft auch hinsichtlicher der Beiträge unterschiedlicher kultureller "Regionen" wie etwa Soziologie oder Ökonomie (Termine jeweils donnerstags 19:45 Uhr).
Von März bis Juli liegt den Terminen der Logosclubabende das Buch "Leben lernen: eine philosophische Gebrauchsanweisung" von Luc Ferry (Kunstmann-Verlag 2007, jetzt auch als TB) zugrunde. Damit bedenken wir in fünf Abenden im Durchgang durch die Geistesgeschichte die Thematik: Die Welt ist, wie sie ist, damit wir können, was wir sollen.
Übersicht der Veranstaltungen:
- Der letzte Mensch bei Nietzsche
- Termin: Donnerstag, 11.02.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Für Nietzsche ist der heutige Mensch der "letzte Mensch". Ihn macht er verächtlich. Dieser letzte Mensch ist der Spießbürger am Ende der menschlichen Entwicklung, kultiviert und feige. Er achtet sehr auf seine Gesundheit, geht achtsam mit seinen Mitmenschen um und vermeidet es, sie zu ärgern oder zu provozieren. "Ein Tor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!" Der letzte Mensch arbeitet noch, aber nur zu seiner Unterhaltung. Man ist wohlhabend, aber nicht zu sehr, denn das wäre doch auch beschwerlich. Niemand will mehr regieren, niemand will mehr gehorchen. "Jeder will das gleiche, jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig ins Irrenhaus... Man ist klug und weiß alles... Man hat ein Lüstchen für den Tag und ein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit. 'Wir haben das Glück erfunden' - sagen die letzten Menschen und blinzeln." Eine Gegenwartskritik, geschrieben vor über 100 Jahren.
- Leben lernen. Einführung in das gleichnamige Buch von Luc Ferry
- Termin: Donnerstag, 11.03.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Theorie und Praxis gehören unmittelbar zusammen: das Verständnis vom Leben und dem, was zu tun ist, spiegelt sich in der Auffassung dessen wieder, wie wir die Welt denken. Und in beidem gründet eine für die Epochen jeweils spezifische Vorstellung vom Worumwillen der Welt und vom Sinn unseres Lebens. Der Durchgang durch die großen Epochen orientiert uns also - exemplarisch und im Rahmen des Möglichen - über das Gesamt der abendländischen Denkgeschichte. Der erste Abend führt in den Aufbau des philosophiegeschichtlichen Entwurfs von Luc Ferry, der 2002-2004 übrigens Kulturminister Frankreichs war, ein.
- Wirklichkeitsverständnis, Ethik und Weisheit in der Antike
- Termin: Donnerstag, 15.04.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Die Antike ist eine Epoche, die trotz der Grundlegung auch des heutigen Denkens vor allem ermöglicht, die Eigenart und das spezifisch Moderne, das durch den Eintritt des Christentums in die antike Welt angestoßen wurde, erkennen hilft. Es ist nicht leicht, die Antike nicht schon durch die Brille der darauf folgenden Zeiten zu sehen. Luc Ferry macht den Versuch und betont vor allem die Weisheitsliebe am Beispiel der Stoa.
- Wirklichkeitsverständnis, Freiheits- und Heilslehre im christlichen Denken
- Termin: Donnerstag, 20.05.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Mit dem Christentum siegt nicht nur eine neue Religion. Auch die griechische Philosophie verändert sich. Freiheit und Wille werden Thema, die "Sünde" kommt in die Welt und die modernen Vorstellungen vom Menschen werden geboren: Brüderlichkeit und Gleichheit. Die Verheißung persönlicher Unsterblichkeit orientiert ganz neu: Zukunft und Hoffnung werden Grundlagen der neuen Zeit.
- Wissen - Sollen - Hoffen: Humanismus und neuzeitlichen Denken
- Termin: Donnerstag, 10.06.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Der Humanismus als säkulares, rein weltlich verstandenes Denken, zwar aus christlichen Wurzeln, aber befreit vom religiösen "Überbau", eröffnet eine neue Sicht - auch auf die Eigenart der Religion. Es ist gewissermaßen analog zum vorchristlichen ein nachchristlicher Blick; allerdings sind die scharfen Trennlinien, etwa zwischen Glaube und Wissen, Offenbarung und Vernunft, auch zwischen Sein und Sollen, Natur und Geist usw. voll neuer Herausforderungen, auch im Praktischen: die Verantwortung des auf sich gestellten Menschen mit der Machtfülle seiner Technologien ist immens - reicht der Humanismus? Sind Menschen tatsächlich Vernunftwesen auch im Handeln?
- Postmoderne und zeitgenössische Philosophie
- Termin: Donnerstag, 08.07.2010, 19:45 bis ca. 22:15 Uhr
- Veranstaltungsort: Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
- Referent: Thomas Gutknecht
- Beitrag: 8 €
- Zur zeitgenössischen Philosophie gehört die Traurigkeit, fast Resignation aus der Erfahrung der Ansprüche der Vernunft und des Versagens der Menschen. Was ist aus dem Prinzip Hoffnung, der messianischen Alternative geworden? Was ist mit den Opfern der Geschichte? Was bleibt zu tun, wenn der Fortschrittsglaube nicht mehr trägt. Stehen wir an der Schwelle einer ganz neuen Epoche oder sinkt einfach nur der Stern des Abendlands?
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Philosophische Abende
Erich Fromm - Trilogie
Wie aktuell ist Erich Fromm? Wer war Erich Fromm? Der 18. März 2010 erinnert an den 30. Todestag und der 23. März 2010 an den 110. Geburtstag Erich Fromms, dessen Wirken weit über Fachkreise hinaus Beachtung fand und Diskussionen angestoßen hat. Die Bücher "Haben oder Sein" und "Die Kunst des Liebens" waren Bestseller und prägten vor allem junge Menschen bei ihrer Suche nach Werten und Sinn. Auch die Überlegungen zu Religion und Religiosität, die viel dem Mystiker und Philosophen Eckhart zu danken haben (dessen 750. Geburtstag ebenfalls 2010 gefeiert wird), sind für viele attraktiv und noch immer bedenkenswert.
Übersicht der Veranstaltungen
- Erich-Fromm-Trilogie I: Die Kunst des Liebens
- Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Dekanatshaus, Schulstraße 28, Reutlingen
- Termin: Donnerstag, 18.03.2010, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Beitrag: 5 €
- Hat die Liebe einen Zweck? Viele Leute meinen: Ja! Sie hat den Zweck, entweder zur sexuellen Befriedigung oder zur Heirat zu führen, Kinder zu haben und ein bürgerlich-normales Leben aufzubauen. Dem widerspricht Fromm. Und er behauptet, dass nur "zweckfreie" Liebe diesen Namen verdiene, eine heute sehr seltenes Ereignis, eine große Kunst, die man aber erlernen könne. Diese Kunst setzt voraus, Liebe als Akt zu sehen, wo also das Sein und nicht das Konsumieren die entscheidende Rolle spielt und wo Liebe der Selbstausdruck des Menschen, die Mitteilung seiner selbst ist. Liebe ist Tat und Verantwortung, nicht bloß Gefühl oder Sehnen. Ein Referat über Fromms meistgelesenes Buch eröffnet die Diskussion.
- Erich-Fromm-Trilogie II: Haben oder Sein
- Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Dekanatshaus, Schulstraße 28, Reutlingen
- Termin: Donnerstag, 22.04.2010, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Beitrag: 5 €
- In einem "Glaubensbekenntnis eines Humanisten" formulierte Fromm: "Ich glaube, dass man auf eine gesunde und vernünftige Gesellschaft hoffen kann und muss. Eine solche Gesellschaft fördert die Fähigkeit des Menschen zur Nächstenliebe, zur Arbeit und zum Gestalten, zur Entwicklung seiner Vernunft und zu einer objektiv richtigen Selbstwahrnehmung, die in der Erfahrung seiner produktiven Energie gründet. Ich glaube, dass die Praxis der Liebe das menschlichste Tun ist, das den Menschen ganz zum Menschen macht und ihm zur Freude am Leben gegeben ist…" Mit solchen Sätzen beschreibt Fromm, was Menschsein ausmacht. Doch die Orientierung am Haben, die Neid, Aggression, Gewinnsucht verursacht, bedroht nicht allein die Menschen, vielmehr den ganzen Planeten. Schon früh entwirft Fromm ein Gegenbild zu einer Wachstumsmoral, die nichts als innere Leere auszugleichen sucht und sie doch immer größer werden lässt. Das Gegenbild zeigt "einen neuen Menschen und eine neue Gesellschaft". Es lohnt sich, an die gleichnamige Schrift zu erinnern, "Haben oder Sein" neu zu lesen.
- Erich-Fromm-Trilogie III: Religiös leben nach Erich Fromms Humanismus
- Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Dekanatshaus, Schulstraße 28, Reutlingen
- Termin: Donnerstag, 10.06.2010, 20:00 bis 21:30 Uhr
- Beitrag: 5 €
- In einem Interview mit Guido Ferrari sagte der alte Erich Fromm: "Unter einem religiösen Leben verstehe ich dasselbe wie die Propheten und Jesus: Gerechtigkeit tun, die Wahrheit sagen, den Mitmenschen lieben. Das ist alles. Die Religion hingegen ist gewöhnlich etwas, was sich die Menschen als Institution hier auf die Seite stellen, gewöhnlich am Sonntag oder auch manchmal zu gewissen Zeiten des Tages, wo sie dann religiös sind. Entweder man lebt religiös oder man lebt es nicht. Man hat keine Religion, wie man einen Besitz hat oder wie man einen Staat hat; dies ist eben der Unterschied zum Säkularen." Was bedeutet die Unterscheidung von Haben und Sein für das religiöse Leben? Weshalb eine Institution wie die Kirche? Wie ist die Rede von Gott als "Chiffre" zu verstehen?
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Philosophischer Sonnabend
Nietzsche
- Referent: Thomas Gutknecht
- Veranstalter: Logos-Institut und KEB
- Veranstaltungsort: Dekanatshaus, Schulstraße 28, Reutlingen
- Termin: Samstag, 17.04.2010, 13:00 bis 19:00 Uhr
- Beitrag: 69 €
- Für Nietzsche ist der Wille zur Macht das, was letztlich wirkt. Der Wille zur Wahrheit ist eine Form dieses Willens, aber ganz genauso der Wille zur Verstellung oder zur Lüge. Welche Erklärungskraft hat Nietzsches Philosophie? Gewöhnlich gilt Nietzsche als Prophet des Nihilismus und als Anwalt einer Umwertung aller Werte. Was bedeutet dies? Wie sollte man Nietzsches Texte lesen? Was ist von Nietzsches Ideen zu halten? Wie ist auf seine Kritik am Christentum zu antworten? Eine Hinführung zu Nietzsche und ein Versuch, in sein Werk einzuführen.
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